Auslegung bei gegenständlicher Erbeinsetzung / Erbquote

§ 2087 BGB

1.Hat der Erblasser über sein gesamtes im Zeitpunkt der Errichtung des Testaments vorhandenes Vermögen in der Weise verfügt, dass er alle Bedachten einheitlich als Erben bezeichnet hat, so ist von einer Erbeinsetzung nach Quote auszugehen, wobei sich die Höhe der Erbanteile regelmäßig nach dem Wertverhältnis der zugewiesenen Gegenstände richtet.

2.
Für die Wertberechnung ist nicht stets der Zeitpunkt der Testamentserrichtung maßgeblich; stand für den Erblasser im Vordergrund, den Bedachten gerade die ihnen zugewiesenen Gegenstände zukommen zu lassen, so ist auf den Wert im Zeitpunkt des Erbfalls abzustellen.

OLG Düsseldorf, Beschl. v. 19.07.2013 – I-3 Wx 56/13
(AG Grevenbroich, Beschl. v. 08.11.2012 – 6 VI 130/11)



Eingestellt am 17.09.2014 von T.Bruns
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