OLG Frankfurt zum Nachweis der Erbenstellung gegenüber einer Bank

Grundsätzlich verlangen die Banken und Sparkassen unter Berufung auf die Nr. 5 ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) nach dem Tod eines Kunden von dessen Erben einen Erbschein zum Nachweis der Erbenstellung. Allerdings sind die Kreditinstitute hierzu nicht verpflichtet. Das OLG Frankfurt a.M. hat entschieden, dass ein Erbe keinen Schadensersatzanspruch gegen eine Bank erlangt, weil diese im Vertrauen auf die Richtigkeit eines ihr vorgelegten Testamentes Dispositonen zugunsten des vermeintlichen Erben getroffen hat und sich im Nachhinein herausstellt, dass dieser Begünstigte nicht Erbe geworden ist.
Nach Auffassung des OLG Frankfurt a.M. trifft die Bank im Tagesgeschäft keine Verpflichtung zur rechtlichen Prüfung und Auslegung eines Erbvertrages, wenn der Anschein für die Richtigkeit spricht (OLG Frankfurt v. 10.06.2011, 19 U 13/11).


Eingestellt am 13.05.2012 von T.Bruns
Trackback

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar wird nach Überprüfung veröffentlicht.
Ihre persönlichen Daten werden nicht angezeigt.
Ihr Name:
Ihr Kommentar:
Registrieren: E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren.
Registrierte Nutzer können Benachrichtigungen per Email
anfordern, unseren Newsletter abonnieren und weitere
Informationen erhalten.
Spamschutz: Bitte geben Sie die Zeichen auf dem Bild ein.


Bewertung: 0,0 bei 0 Bewertungen.
Wie hilfreich fanden Sie diese Informationen?
(1=wenig hilfreich, 5=sehr hilfreich)