OLG München: Anfechtung eigener Verfügungen in gemeinschaftlichem Testament und die Auswirkung auf Verfügungen des verstorbenen Ehegatten

Das OLG München hat sich am 10.2.2015 (Az. 31 Wx 427/14) mit der Anfechtung der in einem gemeinschaftlichen Testament getroffenen eigenen Verfügungen durch den überlebenden Ehegatten befasst.

Die Verfügungen des verstorbenen Ehegatten bleiben demzufolge wirksam, wenn er sie in gleicher Weise getroffen hätte, wenn die angefochtene Verfügung des anderen Ehegatten von vornherein nur den Inhalt gehabt hätte, den sie nach der Anfechtung hat. Das kann z.B. der Fall sein, wenn der überlebende Ehegatte in Abänderung eines früheren gemeinschaftlichen Testaments mit gegenseitiger Allein- und Schlusserbeneinsetzung zum nicht befreiten Vorerben eingesetzt wird und die gemeinsamen Kinder zu Nacherben bestimmt
werden.



Eingestellt am 04.04.2015 von T.Bruns
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