OLG Nürnberg: Durchführung eines Pfandverkaufs bei Erbauseinandersetzung

Das OLG Nürnberg hat unter der Geschäfts-Nr. 4 VA 1939/13 entschieden, dass die Verwertung eines einzelnen beweglichen Gegenstandes aus dem Nachlass durch Pfandverkauf im Wege der öffentlichen Versteigerung bei einer ungeteilten Erbengemeinschaft das Einverständnis aller Miterben voraussetze. Verweigert mindestens ein Miterbe die Zustimmung, muss er zunächst auf Erteilung der Zustimmung verklagt werden.

Lehnt der mit der Versteigerung beauftragte Gerichtsvollzieher den zur Herbeiführung der Erbauseinandersetzung gestellten Antrag auf Durchführung des Pfandverkaufs durch öffentliche Versteigerung ab, so handelt es sich hierbei um einen Justizverwaltungsakt, gegen den ein Antrag auf gerichtliche Entscheidung gem. §§ 23 ff. EGGVG das zulässige Rechtsmittel ist.



Eingestellt am 02.03.2014 von T.Bruns
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