OLG Nürnberg zur Auslegung letztwilliger Verfügungen

Das OLG Nürnberg hat am 22.10.2012 entschieden, dass der Wille des Erblassers Vorrang vor der gesetzlichen Bestimmung des § 2107 BGB hat, sofern er einwandfrei durch Auslegung des Testamentes ermittelt werden kann. Im konkreten Fall hinterließ der Vorerbe ein nicht leibliches Kind, welches als Nacherbe in Konkurrenz zu einem weiteren Abkömmling des Erblassers. Nach Auffassung des OLG Nürnberg steht indes die Bestimmung des § 2107 BGB nicht entgegen, dass der eingesetzte Nacherbe ebenfalls ein Abkömmling des Erblassers ist und mit diesem näher verwandt ist, als der Nachkomme des Vorerben.


Eingestellt am 27.12.2012 von T.Bruns
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